Sinusitis (Nasen­nebenhöhlen­entzündung) 

Sinusitis (Nasen­nebenhöhlen­entzündung) 

Ursachen, Symptome und Informationen

Eine Nasennebenhöhlenentzündung, medizinisch auch Sinusitis genannt, kommt recht häufig vor. Bei vielen Erwachsenen entzünden sich mindestens einmal pro Jahr die Schleimhäute in den Nebenhöhlen. Sie kann in allen vier Nasennebenhöhlengruppen auftreten: In der Stirnhöhle (Sinusitis frontalis), der Keilbeinhöhle (Sinusitis sphenoidalis), den Siebbeinzellen (Sinusitis ethmoidalis), und der Kieferhöhle (Sinusitis maxillaris). Am häufigsten betrifft eine Sinusitis aber Kiefer- und Siebbein. Sind mehrere Höhlen betroffen, ist dies eine Polysinusitis.

Stirnhöhle Keilbeinhöhle Siebbeinzellen Kieferhöhle

1) Stirnhöhle
2) Keilbeinhöhle

3) Siebbeinzellen
4) Kieferhöhle

Eine Sinusitis kann akut (heilt nach weniger als 30 Tagen, meist 7 bis 14 Tagen, komplett aus), chronisch (länger als 90 Tage) oder rezidivierend, also wiederkehrend (öfter als viermal pro Jahr), sein. Fast immer tritt eine Nasennebenhöhlenentzündung mit einem Schnupfen (Rhinitis) auf, also einer Entzündung der Nasenschleimhaut, dann spricht man von einer Rhinosinusitis.

Die Symptome einer akuten Sinusitis reichen von einem Druckgefühl im Kopf über Berührungsempfindlichkeit im Gesicht bis hin zum Schnupfen (Rhinitis). Eine Nasennebenhöhlenentzündung kann auch ohne verstopfter Nase auftreten, es wird dann kein Sekret abgesondert. Meist verstärken sich die Beschwerden beim Bücken, also wenn der Kopf gesenkt wird. Es reicht manchmal schon, nur aus dem Bett aufzustehen.

Ist eine Nebenhöhlenentzündung chronisch, sind die Symptome ähnlich, aber verschwinden nicht wieder. Bei einer beidseitigen chronischen Nebenhöhlenentzündung wird zwischen einer Entzündung mit und ohne Polypenbildung unterschieden. Polypen sind gutartige Gewebswucherungen in der Nasenschleimhaut, die die Nasenatmung beeinträchtigen können.

Ursachen und Risikofaktoren einer Sinusitis

Bei Menschen mit normal funktionierendem Immunsystem wird eine akute Sinusitis für gewöhnlich durch Viren ausgelöst. Oft ist ein Schnupfen (Rhinitis) die Grundlage, auf der eine Nasennebenhöhlenentzündung entsteht. Denn wenn die Nasenschleimhäute angeschwollen oder geschädigt sind, kann das Nasensekret nicht mehr abfließen, sammelt sich und verstopft die Übergänge zwischen Nase und Nebenhöhlen.

Dort ist es feucht und warm – ideal für Erreger, um sich zu vermehren. Leicht entwickelt sich nun zusätzlich zu der Virusinfektion noch eine bakterielle Infektion. Die Folge: eine eitrige Entzündung.

Heilt eine akute Sinusitis nicht aus, kann sich daraus eine chronische entwickeln. Warum genau eine Sinusitis chronisch wird, ist derzeit noch nicht genau bekannt. Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass bestimmte Faktoren eine solche chronische Entzündung hervorrufen können. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Fehlreaktion des Immunsystems (z. B. Allergien)
  • Nasenpolypen
  • Reiz- und Schadstoffe (Tabakrauch, Abgase etc.)
  • Abszesse im Mundraum

Seltener entsteht eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung im Zuge einer Immunschwäche oder durch eine Pilzinfektion.

Ursachen und Risikofaktoren einer Sinusitis

Risikofaktoren für eine Nasen­neben­höhlen­entzündung

Neben den oben genannten Ursachen können folgende weitere Faktoren zu einer Sinusitis führen:

  • Verengte Nebenhöhleneingänge
  • Zahnerkrankungen
  • Anatomische Besonderheiten wie eine verkrümmte Nasenscheidewand
  • Starke Druckschwankungen (z. B. im Flugzeug oder beim Tauchen, Barosinusitis)
  • Erreger im Schwimmbeckenwasser (Badesinusitis)
  • Genetische Faktoren/Vererbung
Nasennebenhöhlenentzündung ansteckend

Ist eine Nasen­neben­höhlen­entzündung ansteckend?

Eine akute Sinusitis kann ansteckend sein. Die Viren werden per Tröpfcheninfektion vom erkrankten zum (noch) gesunden Menschen übertragen. Die Erreger sitzen also auf winzigen Wasser- bzw. Sekrettröpfchen, die beim Husten, Niesen oder Sprechen in die Luft geraten und weitergetragen werden. Wer sich die Viren einfängt, bekommt aber nicht gleich eine Nasennebenhöhlenentzündung, sondern erst einmal einen Schnupfen. Bis sich die ersten Symptome bemerkbar machen, dauert es nach der Ansteckung rund eine Woche bis zehn Tage. Eine chronische Sinusitis ist normalerweise nicht ansteckend.

Symptome einer Sinusitis

Zu Beginn ähneln sich Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündung bezüglich der Symptome. Die Nase läuft, das Sekret ist erst wässrig und wird dann dickflüssig. Wenn eine Sinusitis eitrig verläuft, wird das Sekret gelblich grün. Durch die Nase zu atmen fällt schwer, der Geruchssinn ist nicht mehr so gut, weil die Nasenschleimhaut anschwillt.

Darüber hinaus haben Betroffene bei einer Sinusitis meist Kopf- und Gesichtsschmerzen, die beim Bücken beziehungsweise wenn man sich nach vorne beugt, stärker werden. Sind Kieferhöhlen und Siebbeinzellen entzündet, macht sich der Schmerz vor allem vormittags und mittags bemerkbar. Der Betroffene reagiert häufig auch empfindlich auf Druck oder Klopfen im Bereich der Nasennebenhöhlen. Symptome wie Fieber, Husten oder auch ein allgemeines Gefühl von Abgeschlagenheit können dazukommen. Drückt die Entzündung auf einen Zahnnerv, können auch Zahnschmerzen auftreten.

Eine chronische Sinusitis weist ähnliche Symptome auf wie eine akute, also: 

  • Verstopfte Nase
  • Reduzierter Geruchssinn
  • Schmerzhaftes Druckgefühl im Gesicht
  • Ausfluss aus der Nase (evtl. gelblich grün)
  • Husten
  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit
  • Evtl. Eiterbildung/-ansammlung

Besonderheiten bei Kindern

Bei Kindern befinden sich die Nebenhöhlen noch in der Entwicklung. Das heißt zum einen, dass eine Sinusitis meist erst ab Kleinkindalter bzw. Schulkindalter eintritt. Zum anderen, dass die Entzündung aufgrund der unfertigen Strukturen schneller auch auf die Augenhöhlen und Ohren übergreift. Vor allem kleine Kinder bekommen daher leicht eine akute Mittelohrentzündung.

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Sinusitis: Diagnose

Nach einem Gespräch, in dem der Patient vom Arzt nach seinen Beschwerden (Fieber, Schmerzen, Müdigkeitsgefühl, Husten etc.) gefragt wird, werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Vermutlich wird zunächst einmal vorsichtig das Gesicht des Betroffenen abgeklopft, um zu überprüfen, ob dieser darauf empfindlich reagiert. Zudem kann ein Endoskop, also ein dünnes, schlauchförmiges Gerät mit einer kleinen Lampe, in die Nase eingeführt werden, um zu überprüfen, ob die Schleimhaut geschwollen ist und welche Farbe das Nasensekret hat.

Selten ist ein Abstrich notwendig, der dann ins Labor geschickt und auf Krankheitserreger untersucht wird. Wenn es weiterhin schwierig ist, eine Diagnose zu stellen, oder wenn Komplikationen auftreten könnten, können bildgebende Verfahren wie Ultraschalluntersuchung oder Computertomografie (CT) eingesetzt werden. Bei einer chronischen Sinusitis könnte zudem ein Allergietest aufschlussreich sein.

Wann zum Arzt

Sinusitis – Wann zum Arzt?

Eine Sinusitis sollte sich ein Arzt ansehen, wenn das Fieber auf über 39 °C klettert, der Betroffene länger als drei Tage Beschwerden hat oder die Symptome immer wiederkommen. Es gilt dann zu verhindern, dass Komplikationen auftreten oder die Sinusitis chronisch wird.

Wie sind die Nasennebenhöhlen aufgebaut?

Die Nasennebenhöhlen sind ein Hohlraumsystem im Schädel, das aus jeweils zwei Keilbeinhöhlen, Kieferhöhlen, Stirnhöhlen und den Siebbeinzellen zwischen den Augenhöhlen besteht. Letztere bestehen aus rund zehn Kammern. Sie gehören zu den oberen Luftwegen und ziehen sich nach unten bis zum Oberkiefer und oben bis zur Stirn.  

Die Nasennebenhöhlen und die Nasenhöhle sind über enge Öffnungen, die sogenannten Ostien, miteinander verbunden und mit einer speziellen Schleimhaut, der Mukosa, ausgekleidet. Diese Schleimhaut ist wiederum mit winzigen Flimmerhärchen besetzt, die dafür zuständig sind, das Sekret, das die Schleimhaut zur Reinigung produziert, zum Rachen zu befördern – und mit ihm Erreger, die dann im Magen landen, wo die Magensäure sie unschädlich macht.

Kurz gesagt: Die Nasennebenhöhlen sowie die Nasenhöhle selbst sind eine Art Klimaanlage oder Filtersystem. Zusätzlich erwärmen, befeuchten und reinigen sie die Atemluft, bevor sie in die unteren Atemwege gelangt.

Schleimhaut (Mukosa)

Schleimhaut (Mukosa)

So kann einer Sinusitis vorgebeugt werden

Um einer Sinusitis vorzubeugen, sollte das Immunsystem gestärkt werden. Das heißt:

  • Bewegung an frischer Luft
  • Vitaminreiche, ausgewogene Ernährung
  • Saunabesuche
  • Kalt-warme Wechselduschen

Haben Sie schon Schnupfen, aber noch keine Sinusitis, sollten Sie die Nase nur vorsichtig putzen, da zu heftiges Ausschnauben den Schleim in die Nebenhöhlen drücken kann. Besser als Schnäuzen, wenn auch nicht salonfähig, ist es übrigens, den Schleim hochzuziehen. Trinken Sie ausreichend, um die Schleimhäute feucht zu halten, führen Sie Nasenduschen mit Salzlösung durch oder benutzen Sie salzhaltige Nasensprays, um die Schleimhäute zusätzlich zu befeuchten und von Sekret zu befreien.

So behandeln Sie eine Sinusitis

Das oberste Ziel bei der Therapie einer Nasennebenhöhlenentzündung ist es, den Schleim aus den Hohlräumen zu bekommen, sodass dort wieder Luft hinkommt und zirkulieren kann.

Behandlung einer Sinusitis
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Soledum® hilft bei akuten Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis, Sinusitis oder Erkältung. Zudem kann es ergänzend eingesetzt werden bei chronischen Erkrankungen wie Asthma oder COPD.

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FAQ

  • Antibiotika bei Sinusitis – ist das immer notwendig?

    Das liegt in der Entscheidung des behandelnden Arztes. Bei starken oder zunehmenden Beschwerden, hohem Fieber oder drohenden Komplikationen ist die Gabe von Antibiotika bei Sinusitis üblich. Doch häufig müssen es nicht derart „schwere Geschütze“ sein, gerade wenn die Erkrankung viral bedingt ist. So ist der Naturstoff Cineol, enthalten in Soledum®, sehr wirksam, hat aber weitaus weniger Nebenwirkungen. Schon nach vier Tagen können die Symptome bei Sinusitis dank Cineol deutlich nachlassen. Sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Arzt oder Apotheker, ob nicht auch eine natürliche Therapie im ersten Schritt ausreichend ist.
  • Mein Arzt hat mir bereits Antibiotika verordnet. Können Soledum® Kapseln bei dieser Sinusitis-Therapie ergänzend eingenommen werden?

    Grundsätzlich ist die zusätzliche Einnahme von Soledum® Kapseln möglich. Aber auch in diesem Fall soll der allgemeine Hinweis in der Gebrauchsinformation beachtet werden: „Informieren Sie ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen“. Nicht nur die Gebrauchsinformation von Soledum® Kapseln ist zu beachten, sondern auch die Gebrauchsinformation des jeweils vom Arzt verschriebenen Antibiotikums.
  • Wie werden Soledum® Kapseln eingenommen?

    Nehmen Sie Soledum® 200 mg Kapseln bitte unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (vorzugsweise 1 Glas Trinkwasser [200 ml], nicht warm) möglichst 1/2 Stunde vor dem Essen ein. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, empfiehlt es sich, Soledum® 200 mg Kapseln während der Mahlzeiten einzunehmen.
  • Ist Soledum® für Kinder geeignet?

    Soledum® 200 mg ist für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen. Kinder unter 12 Jahren dürfen Soledum® 200 mg Kapseln nicht anwenden.